| |

Wenig zu holen in Berlin für die Kiel Baltic Hurricanes

Hoch motiviert starteten die Kiel Baltic Hurricanes am Samstagnachmittag in die Partie gegen die Berlin Adler. Doch der Kieler Bundesligist kam bis zur Halbzeit mit 0:21 im Berliner Stade Napoleon ins Hintertreffen und konnte diesen Rückstand nicht mehr aufholen. Die Hurricanes fanden offensiv an diesem Tag keinen Rhythmus gegen eine Adler Defense, die sie gut in Schach hielt. Den einzigen Kieler Touchdown an diesem Tag erzielte Khris Vaugh, der die Berliner zum Start der Halbzeit überraschte und alle Gegner über 95 beim Zurücktragen des Kickoffs hinter sich ließ. 
 
„Berlin hat sehr viel Druck gemacht und sehr konzentriert gespielt. Sie haben die Lücken gefunden und in entscheidenden Situationen Plays gemacht. Wobei man sagen muss, dass wir defensiv auch immer wieder gute Plays hatten und sie auch für Raumverlust stoppen konnten. In der Offense haben wir heute nie unseren Rhythmus gefunden. Wir haben uns das Leben schwer gemacht und Berlin war defensiv sehr gut eingestellt“, fasst Head Coach Timo Zorn nach dem Spiel zusammen.
 
Die Berliner, für die es um wichtige Punkte im Playoffrennen ging, legten stark los. Nach einem erlaufenen First Down brachte ein Pass von Quarterback Zachary Cavanaugh sie bereits bis an die Kieler 3-Yard Linie. Doch hier hielt die Kieler Defense und verhinderte Punkte. Simon Wilken sorgte mit einem frühen Tackle für zwei Yards Raumverlust für die Adler und Jan-Niklas Makoben schob den Berliner Angriff mit einem Quarterback Sack weitere zwölf Yards zurück. Von hier versuchten die Gastgeber ein Fieldgoal, doch der Schuss ging vorbei. Nachdem die Kieler dann ihrerseits jedoch nach drei Spielzügen das Angriffsrecht mit einem Punt wieder abgeben mussten, arbeiteten sich die Adler über das Feld zum ersten Touchdown. 
 
Zu Beginn des zweiten Viertels beendete die Berliner Defense einen Angriff der Gäste mit einer Interception, konnten diesen Ballbesitz im Anschluss jedoch nicht in Punkte ummünzen. Das gelang den Adlern im nächsten Drive, als Running Back Andreas Betza einen kurzen Pass von Cavanaugh in die Endzone trug. Die Canes dagegen mussten zwei Mal punten bis Yaw Aboagye-Duah den Ball abfangen konnte. Doch die Berliner Defense revanchierte sich kurz darauf ebenfalls mit einer Interception. Auf diesen Wechsel des Angriffsrechts folgte Berlins dritter Touchdown, durch den die Adler mit 21:0 zur Pause in Führung gingen.
 
Khris Vaughn eröffnete die zweite Halbzeit mit einem Paukenschlag, als er den Kickoff der Berliner über 100 Yards zum Touchdown für die Hurricanes zurücktrug. Der darauffolgende Extrapunktversuch gelang nach einem missglückten Snap nicht. Mehr Punkte gelangen den Kielern in diesem Spiel nicht, die Offense fand keinen Weg durch die Berliner Verteidigung. Die Adler hingegen erzielten im Schlussviertel noch zwei weitere Touchdowns und gewannen schließlich mit 35:6.
 
Am nächsten Samstag empfangen die Hurricanes dann im letzten Saisonspiel die New Yorker Lions zum insgesamt 50. Aufeinandertreffen. Das letzte Heimspiel der regulären Saison wird dabei wie seit 2016 üblich wieder zum White Out Game, bei dem Team und Fans Weiß tragen.
 
 
Berlin Adler – Kiel Baltic Hurricanes     
Endstand:  35:6   (7:0/14:0/0:6/14:0)
 

Bericht & Foto: Kiel Baltic Hurricanes