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Hamburg Sea Devils siegen nach 0-17 Rückstand gegen Rams

Verletzung von Giovanni Nanguy sorgt für Dämpfer bei Comeback-Sieg! Kasim Edebali: „Haben Giovanni die ganze Zeit auf dem Feld gehabt“

Zittersieg im Hamburger „Schietwetter“! Die Hamburg Sea Devils konnten das Rückspiel gegen die Istanbul Rams mit 29-26 für sich entscheiden, kamen nach einem 17:0-Rückstand mit viel Energie aus der Halbzeitpause. Giovanni Nanguy, der verletzt vom Platz musste, geht es den Umständen entsprechend gut. Näheres werden weitere Untersuchungen zeigen.

„Die Istanbul Rams haben irgendwas gefunden, was sie noch besser gemacht hat. Wir hatten einen Plan zur Hand, den wir in der zweiten Halbzeit deutlich besser ausgeführt haben“, sagt Philipp Schulz, Offensive Coordinator nach dem Schlusspfiff in der Overtime selbstkritisch. „Den Ball haben wir zwar immer bewegt, aber an der 30 war Schluss zu Beginn. Die Energie aus der Kabine hat man dann aber umso mehr in der zweiten Halbzeit gemerkt.“

Die erste Halbzeit lief gegen die Hamburg Sea Devils. Während Güven nach einem Pass von Isaiah Green für den ersten Touchdown des Spiels sorgte, war es Atilla Isik, der mit einem Pick Six den Spielstand sogar ausbaute. Kurz danach schoss Kicker Mehmet Sarikatipoglu die Rams zur 17:0-Halbzeitführung. Und als ob das nicht schon genug war, musste Defensive End Giovanni Nanguy mit einer Gehirnerschütterung in das anliegende UKE gebracht werden. Dennoch wurden diese Rückschläge schnell abgeschüttelt.

„Wir mussten in der zweiten Halbzeit nichts Außergewöhnliches machen. Jeder hat seinen Job erledigt. Die Verletzung von Giovanni war für uns alle hart, aber wir haben Giovanni die ganze Zeit auf dem Feld gehabt“, erklärt Kasim Edebali, Defensive End der Sea Devils, nach dem Spiel.

Die Hamburg Sea Devils kamen gut aus der Kabine. Ein 50-Yard Return von Lamar Jordan und ein Touchdown-Lauf von Glen Toonga, der damit sogar die 1000-Yard Saisonmarkte knackte, lieferten die prompte Antwort auf eine Halbzeit zum Vergessen. Die Defensive hielt stand und sorgte für weitere Chancen für die Offensive. Glen Toonga hatte noch nicht genug. Der 13-17-Anschluss sowie die 20-17-Führung gingen ebenfalls auf das Konto des Briten. Nach weiteren Field Goals und somit der Rettung der Rams in die Overtime finalisierte Toonga das Ergebnis. Sein vierter Touchdown an diesem Tag. Am Ende setzten sich die Hanseaten mit 29-26 durch und sich vor der Bye-Week mit einem 7-1-Record an der Spitze der Northern Conference fest. Es war der Comeback-Sieg mit der höchsten Punktedifferenz der 2022er European League of Football Saison.

Bericht: Hamburg SeaDevils
Foto: Marcel Rotzoll (GFN Archiv)