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Spielbericht Berlin Adler – New Yorker Lions

New Yorker Lions mit Comeback-Sieg in Berlin

Bei bestem Sommerwetter im Berliner Poststadion, besiegen die New Yorker Lions das Team der Berlin Adler, nach einem zwischenzeitlichen 17:0 Rückstand, mit 17:31 (10:0; 7:10; 0:14; 0:7).

Die Mannschaft von Headcoach Troy Tomlin brauchte nahezu eineinhalb Spielviertel, um ihren Spielrhythmus zu finden und die Berlin Adler in den Griff zu bekommen.

Auf Seiten der Berlin Adler machte sich spätestens im zweiten Spielviertel der kurzfristige Ausfall ihres etatmäßigen Quarterback Zachary Cavanaugh bemerkbar, auch wenn Backup Spielmacher Paul Zimmermann ein gutes Spiel machte. Bei den New Yorker Lions kehrten Christian Bollmann und Eryk Paszkiewicz nach einer längeren Verletzungspause wieder zurück auf das Feld.

Die Berlin Adler gewannen den Coin-Toss und wählten zuerst das Angriffsrecht. Zwar gelang ihnen ein neues First Down, doch war im Anschluss daran Schluss mit dem Vorwärtsdrang und die Hausherren mussten punten. Ähnliches Bild bei den Lions, zwar kamen auch diese, u.a. mit Läufen durch Finn Opermann, bis knapp über die Mittellinie voran, doch war auch hier der erste Angriffsdrive der Löwen beendet. Auch die nächsten beiden Drives beider Teams brachten nichts ein. Das erste Highlight auf Seiten des Angriffs setzten dann die Berlin Adler. Max Zimmermann returnierte den Punt der Lions bis an die 21 Yard Linie der Löwen und Adler Runningback Andreas Betza sorgte mit einem Lauf durch nahezu die gesamte Braunschweiger Defense, für die 7:0 (PAT L. Krieg) Führung der Gastgeber. Im Angriff der Lions lief weiterhin nicht viel zusammen und so waren es erneut die Adler, die für die nächsten Punkte sorgten. Mit Läufen von Ali Khalife und Paul Zimmermann, sowie Pässe von Paul Zimmermann auf seinen Bruder Max Zimmermann und Patrick Donahue, ging es bis an die 19 Yard Linie der Lions. Kicker Lenny Krieg sorgte final mit einem 36 Fieldgoal für den Ausbau der Führung auf 10:0.

Zu Beginn des zweiten Spielviertel konnte die Defense der Adler abermals den Angriff der Löwen stoppen und ihren Angriff tief in der Braunschweiger Spielfeldhälfte wieder in Ballbesitz bringen. Vier Spielzüge später bediente Paul Zimmermann, mit einem 23 Yard Pass, Patrick Donahue in der Endzone der Lions zum 17:0 (PAT L. Krieg). Dieser erneute Ausbau der Führung der Berlin Adler, läutete die Wende im Spiel für die Lions ein. Was davor an Spielzügen im Angriff nicht funktioniert hatte, gelang plötzlich und die Braunschweiger Verteidigung lief zur Höchstform auf und ließ nichts mehr zu. Spielmacher Jakob Parks fand jetzt immer wieder seine Ballfänger Justus Holtz und Christian Bollmann mit sehenswerten Anspielen und Emmanuel Abedi-Bawa sorgte für die weiteren notwendigen Yards, mit starken Läufen durch die Mitte. Yard um Yard ging es so für den Braunschweiger Angriff immer weiter in Richtung Berliner Endzone und Emmanuel Abedi-Bawa sorgte mit einem zwei Yard Lauf für die ersten Punkte der Lions zum 17:7 (PAT L. Jeckstadt) Anschluss. Bei den Berlin Adler riss der anfängliche Erfolgsfaden und sie machten sich zum Teil das Leben durch Strafen selbst schwer, für den anderen Teil sorgte die Abwehr der Lions, die jetzt Paul Zimmermann immer mehr unter Druck setzte und zu Fehlern zwang. So kam der Angriff der Lions, bei noch etwas weniger als einer Spielminute im zweiten Quarter, wieder auf das Feld, um den Abstand weiter zu verkürzen. Emmanuel Abedi-Bawa brachte sein Team mit zwei Läufen in Scoring-Reichweite und Kicker Luca Jeckstadt verkürzte mit auslaufender Uhr, den Rückstand mit einem 34 Yard Fieldgoal auf 17:10.

Nach der Halbzeit erhielten die New Yorker Lions zuerst das Angriffsrecht und erwischten die Berlin Adler umgehend auf dem falschen Fuß. Mit einem sehenswerten Trickspielzug
und einem daraus resultierenden 78 Yard Touchdown-Pass von Christian Bollmann auf Justus Holtz, glichen die Löwen auf 17:17 (PAT L. Jeckstadt) aus. Den folgenden Kick-Off trug Adler Spieler Maylan Bacher bis an die 37 Yard Linie der Lions, doch Kapital konnten die Adler aus der guten Position nicht schlagen und somit übernahm Jakob Parks mit seinem Angriff wieder das Angriffsrecht. Erneut waren es Justus Holtz und Christian Bollmann, sowie auch Paul Bogdann, die mit Passfängen Raumgewinn erzielten. Emmanuel Abedi-Bawa übernahm das Laufspiel. Leider fand der Angriffsdrive ein jähes Ende, nachdem Adler Spieler Maylan Bacher, dieses Mal als Passverteidiger aktiv, einen Passversuch von Jakob Parks auf Paul Bogdann kurz vor der eigenen Endzone abfangen konnte. Erneut lief es für den Angriff der Berliner alles andere als gut und zu allem Überdruss misslang auch der abschließende Punt, so dass der Angriff der Löwen in der Berliner Spielfeldhälfte wieder auf das Feld kam. Tamsir Seck fing einen Pass von Jakob Parks über 23 Yards und nur zwei Spielzüge später einen weiteren über 18 Yards, zum 17:24 (PAT L. Jeckstadt) und zur ersten Führung der Braunschweiger im Spiel.

Mit diesem Spielstand wechselten beide Mannschaften ein letztes Mal die Seiten. Nach einem weiteren Punt der Adler, startete die Offense der Lions nahe der Mittellinie ihre nächste Angriffsserie. Mit Läufen von Finn Oppermann und Emmanuel Abedi-BAwa, sowie Pässe von Jakob Parks auf Mika Wickinger und Paul Bogdann, ging es bis kurz vor die Endzone der Hausherren. Emmanuel Abedi-Bswa sorgte mit einem zwei Yard Lauf für den nächsten Score und den erneuten Ausbau der Führung für die New Yorker Lions auf 17:31 (PAT L. Jeckstadt). Die Adler setzten jetzt alles auf eine Karte, kamen aber nicht über die eigene 42 Yard Linie hinaus. Aber auch den Lions unterlief ein Fehler und Emmanuel Abedi-Bawa verlor den Ball bei einen seiner Läufe, tief in der eigenen Hälfte. Punkte konnten die Berlin Adler aber keine aus der guten Feldpositionen erzielen, da sie sich mit unnötigen Strafen selbst aus dem Spiel nahmen. Nach einem weiteren Turn Over der Defense der Lions, war es dann an der Offense der Löwen das Spiel zu Ende zu bringen. Tamsir Seck, jetzt als Runningback eingesetzt und Finn Oppermann, erzielten drei weitere First Downs welche dazu führten, das die Braunschweiger die letzten Spielsekunden nur noch runterlaufen lassen mussten. Damit gehen die New Yorker Lions weiterhin ungeschlagen in den ersten Teil der Sommerpause und treffen am 23. Juli im heimischen Eintracht Stadion auf das aktuell beste Team der GFL Nord, die Potsdam Royals.

Bericht: New Yorker Lions
Foto: Fabian Uebe