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GFN vor Ort! Rostock Griffins vs. Lübeck Cougars

Es reichte am Ende nicht zum erhofften Erfolg für die Rostocker im mit über 4732 Zuschauern gefüllten Ostseestadion. Gründe gab es dafür sicher, aber am Ende reichten starke Nerven der Cougars und einige wenige individuelle Fehler auf der Seite der Griffins zum 17:21 Erfolg für die Gäste aus Lübeck.

Der Ausfall des Stamm-Quarterbacks der Griffins ( Arthur Riemer ) musste zunächst kompensiert werden. Der QB zog sich im Spiel gegen Hildesheim einen Mittelfußbruch zu und fällt somit für längere Zeit aus. Nicholas Alberto sprang daher für ihn ein und führte das Team der Griffins gegen die Cougars auf´s Feld. Er nahm die Verantwortung an und machte seine Sache recht gut. Er brillierte vor allem durch gutes Laufspiel und konnte so einige wichtige 1st. Downs für sein Team erzielen. Die Cougars stellten sich jedoch im Laufe des Spiels gut auf ihn ein. Die Offensive der Rostocker wollte nicht so richtig in Gang kommen. Auch für den sonst sehr laufstarken Runningback Julian Hagen lief der Tag nicht so, wie man es sich hätte wünschen können. Die Lübecker Defensive hatte sich gut eingestellt und konnte aus ihrer Sicht gut gegen den Score der Rostocker arbeiten. Somit gingen die Cougars mit einem Score von 0:14 in die Halbzeit. Aus Rostocker Sicht war der Zwischenstand ernüchternd und es gab für den HC Grahn eine Menge zu justieren. Die Griffins starteten hochmotiviert in die zweite Hälfte der Partie und kamen durch ein 39 Yard Fieldgoal von Jonas Beumer endlich drei Punkte auf die Anzeigetafel. Im anschließenden Drive mussten die Cougars punten und nun kam die Stunde des Rostocker Puntreturners Maurice Wright. Er konnte den an der 12 Yard Linie der Cougars gefangenen Punt durch die Reihen der Cougars über 88 Yards zurück in die Endzone tragen und bescherte den Rostockern nicht nur Glücksgefühle und Euphorie, sondern auch das erhoffte Momentum zum Drehen des Spielgeschehens. Zudem glückte den Rostockern auch noch die anschließende Two-Point-Conversion durch einen Pass von Alberto auf Kalan Miller. Somit stand es plötzlich 11:14 und das Stadion stand Kopf.  Die Defense der Rostocker zeigte jedoch im folgenden Spielzug der Cougars beim 3. Versuch, 4 Yards zu gehen, Nerven. Ein Offside brachte den Lübeckern einen neuen 1. Versuch. Das war so gar nicht nach dem Geschmack der Rostocker. Die Lübecker nutzen diese Unsicherheit sofort aus und der folgende Pass auf Kresowaty brachte eine erneuten Touchdown für die Cougars. Somit war der alte 10 Punkte Abstand erneut hergestellt. Doch die Griffins wollten sich und das Spiel nicht aufgeben. Wenig später konnte Dennis Wuchrer einen Pass von Nick Alberto spektakulär in die Cougars Endzone tragen. Und wieder tobte die Roctocker Tribüne. Nun wollte man mit einer 2-Point Conversion an den Lübeckern vorbeiziehen. Dieser Versuch misslang allerdings und so war klar, dass man nur noch durch einen Touchdown einen Heimsieg einfahren konnte. Es waren noch 2,37 min zu gehen. Nun spielte Erfahrung und Routine eine entscheidende Rolle. Der erfahrene QB der Lübecker ( GFL und ELF ) konnte mit seiner Offense die Zeit herunterspielen und in Folge den Auswärtssieg erfolgreich verwalten. Der Endstand von 17:21 für den Tabellenführer war besiegelt. Highlight des Tages war zweifelsohne der 88-Yard Puntreturn-Touchdown von #9 Maurice Wright.

Aus Sicht der Rostocker kann man resümieren, dass sie auch ohne einige Leistungsträger gut in Liga 2 mithalten können und sich keinesfalls verstecken müssen. Es bleibt nun eine Woche Zeit, um sich auf das Auswärtsspiel in Langenfeld gegen die Longhorns vorzubereiten.

Text & Fotos: Dirk Salfemeier